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So fing alles an
"VeloTour" rundet das Programm am Henninger-Turm ab
Wer will nicht einmal wie Erik Zabel oder Jens Voigt auf dem anspruchsvollen Original-Kurs des deutschen Radklassikers "Rund um den Henninger-Turm" in die Pedale treten? Schon Jahrzehnte haben ambitionierte Hobby-Radfahrer diesen Traum gehabt. In Frankfurt am Main aber sah sich die Organisation nicht in der Lage, neben dem Elite-Rennen mit den vielen Rad-Weltstars und den rund zehn weiteren Wettbewerben für Schüler und Jugendliche, Frauen und Behinderte auch noch diese Kategorie zu integrieren. Hermann und Erwin Moos, die Väter von "Rund um den Henninger-Turm", lehnten es ab, die Jugend- und Amateurrennen zu Gunsten eines Jedermann-Rennens zu streichen. Doch zuletzt stieg der Druck immer mehr: Jedermann-Radrennen sind in Deutschland in Mode gekommen und erleben einen erfreulichen Boom.

"Also sind wir im Organisationskomitee noch einmal in uns gegangenen", erzählt Hermann Moos († 29.6.2004) die "schwere Geburt". "Wir wollten das Jedermann-Rennen ja nicht irgendwo abseits der Hauptstrecke ablaufen lassen. Es wurde schnell deutlich, dass wir nur durch eine Veränderung des Zeitplanes Platz für die Jedermänner schaffen können. Einige Rennen mussten früher gestartet werden, andere später. Nur so konnten wir den zeitlichen Raum für den Jedermann-Wettbewerb bekommen.“ Zwei Zufälle erleichterten die Entscheidung. Da die berühmte Frankfurter Biermarke Henninger inzwischen zur Binding-Brauerei gehörte, wurden Start und Ziel vor das Sudhaus der Binding-Brauerei gelegt. Nachdem die Frankfurter Polizei der kompletten Sperrung der Darmstädter Landstraße zustimmte, standen plötzlich zwei Straßenspuren für den Start und zwei andere für das Ziel zur Verfügung. Während also manche Rennen laufen, können andere in direkter Nachbarschaft gestartet werden. Diese Möglichkeit kam den Organisatoren bei ihren Überlegungen zum Jedermann-Rennen sehr entgegen.

"Angeschoben durch die Olympia-Bewerbung Frankfurt Rhein-Main wurde in kurzer Zeit eine Organisation aus dem Boden gestampft. Wegen des Zeitrasters mit einem Stundensoll von 25 Stundenkilometern versehen, trauten sich bei der Premiere immerhin 750 Jedermänner an den Start", erzählt Veranstalter Bernd Moos-Achenbach. "Einige konnten die geforderte Leistung nicht bringen. Da aber jeder ambitionierte und engagierte Freizeitsportler die Möglichkeit erhalten soll, rund um den Henninger-Turm zu fahren, bieten wir seit 2006 vier Strecken an. Wichtig war uns bei der Planung, dass alle Wettbewerbe zum größten Teil über die Strecke der Weltelite führen." Mehr als 3500 Jedermänner waren am 1. Mai aktiv. "Es spricht sich langsam herum, dass die kurze Strecke flach und deshalb für jeden Radfahrer geeignet ist", sagt Bernd Moos-Achenbach.

Bis Anfang April 2008 können sich Interessenten anmelden bei: "Rund um den Henninger-Turm", c/o macona sport, Sonnemannstraße 5, 60314 Frankfurt, Tel. 069-6860700, Fax 069-68607090 oder mit Hilfe des Anmeldeformulars auf der Homepage. Nachmeldungen sind mit einem Aufschlag von 10,- Euro möglich.
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