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Die VeloTour-Distanzen im Überblick
Hessens Ministerpräsident Roland Koch schickte die
Jedermänner und –frauen auf ihr Radabenteuer durch den Taunus
Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch war trotz weiterer Termine extra ins Main-Taunus-Zentrum gekommen, um die ersten VeloTour-Fahrer auf die Strecke zu schicken. Um 8:48 Uhr gab er den Startschuss zum 7. Jedermannrennen im Rahmen des Radklassikers „Rund um den Henninger-Turm“. Als erstes gingen dabei die VeloTour-Fahrer über 100 und 62 Kilometer an den Start.

100 Kilometer Männer: Beim längsten Rennen der Männer innerhalb der Velo-Tour kam es zu einer spannenden Zielankunft. Erst im Schlussspurt setzte sich Tobias Bosch aus Heidenheim in starken und vor allem schnellen 2:33,41 Stunden vor Christian Schrod (Langenfelden) und Tobias Ohlenschläger (Bad Homburg) durch. „Vor allem in den bergigen Streckenteilen waren wir sehr schnell unterwegs. Das war ein ganz spannendes Rennen“, kommentierte Bosch den Rennverlauf. Bei der Sprintankunft hatte er dann den längsten Atem und setzte sich mit hauchdünnem Vorsprung vor seinen Konkurrenten durch. „Sprints gehören eben auch dazu“, meinte Bosch, der sich selbst als „Allrounder“ bezeichnet.

100 Kilometer Frauen: Knapp elf Minuten nach den Herren kamen auch schon die ersten Damen über die 100 Kilometer ins Ziel. Dabei setzte sich Manuela Haverkamp am Ende mit über einer Minute Vorsprung auf ihre schärfste Verfolgerin Reni Scheeben durch. Haverkamp kam nach 2:44,09 Stunden an, während Scheeben 2:45,50 Stunden benötigte. „Schade, ich hätte gerne gewonnen. Am Berg in Eppstein hatte ich sie schon überholt. Wann ich dann wieder eingeholt wurde, weiß ich gar nicht“, erzählte Scheeben, die trotzdem über ihren guten zweiten Platz erfreut war. Nach einem dreifachen Bandscheibenvorfall hätte sie aber nur zu gerne gesiegt. Aufgrund der kurzen Vorbereitungsphase kann sich Rang zwei aber dennoch sehen lassen. Den dritten Platz belegte Susan Dietrich aus Darmstadt in 2:48,05 Stunden.

62 Kilometer Männer: Ähnlich spannend wie über die 100 Kilometer verlief auch die Ankunft der Fahrer über 62 Kilometer. Diesmal setzten sich zwei Lokalmatadore durch. Sebastian Ohrmann (1:38,45 Stunden) aus Bad Soden kam ganz knapp vor seinem Ruppertshainer Teamkollegen Jan Wallauer ins Ziel. Ganz dicht dahinter erreichte der Dritte, Bernd Kraus aus Haldenwang, das Ziel. „Wir wollten schon um den Sieg mitfahren, es hat ja geklappt“, berichtete Ohrmann. Über den erneuten Triumph – 2006 gewann er bereits das Rennen über 62 Kilometer – freute er sich besonders: „Das ist alles super gelaufen.“ Nach einer Attacke von Teamkollege Wallauer kam Ohrmann auf der Zielgeraden am besten aus den Startlöchern und entschied das Rennen für sich.

62 Kilometer Frauen: Bei den 62 Kilometer der Damen setzte sich Judith Cramer aus Hürth vor der Mainzerin Reni Putz und Julia Tillmann (Ratingen) durch. Aufgrund einer Erkrankung sprach Cramer von einem „sehr harten Rennen“, dennoch hatte sie am Ende die beste Kondition. „Ich bin mein eigenes Rennen gefahren. Es war sehr schnell. Vor allem der Anstieg in Eppstein war sehr hart“, berichtete eine glückliche Judith Cramer.


Gleich in doppelter Besetzung wurden die Velo-Tour-Teilnehmer über 73 und 34 Kilometer sowie die Inline-Skater auf die Strecken geschickt. Neben dem Sulzbacher Bürgermeister Horst Schmittdiel ließ es sich auch MTZ-Manager Gerhard Baur nicht nehmen, den Fahrern und Skatern viel Glück zu wünschen. Schmittdiel gab dann den Startschuss für diese Rennen. Und auch über die perfekte Organisation konnten sich Schmittdiel und Baur wieder freuen. Nicht nur, dass die Verlegung der Versorgungstation im Ziel bei allen Sportlern gut ankam, auch das Familienfest auf dem Parkplatz mit Live-Musik und zahlreichen Aktivitäten erfüllte alle Erwartungen.

73 Kilometer Männer: Beim Rennen über die zweitlängste Strecke der Herren siegte Michael Glanzner aus Heidelberg in 1:45,48 Stunden. Nur zwei Sekunden später traf Tilo Breuer (Schierke) ein, und wiederum nur zwei Sekunden später erreichte Henry Werner das Ziel. Auch in diesem Rennen zeigte sich, dass die Leistungsdichte der Jedermann-Fahrer eng beieinander liegt. Den Zuschauern im Zielbereich des MTZ wurde eine weitere spannende Ankunft geliefert.

73 Kilometer Frauen: Etwas deutlicher verlief das Rennen bei den Damen über 73 Kilometer. In 1:48,48 Sunden setzte sich die Kölnerin Beate Zschorlich klar gegen ihre Konkurrentinnen durch. Über drei Minute später kam die Zweite Janina Handkammer (1.52,09 Sunden) aus Göttingen ins Ziel. Dritte wurde Katharina Reithmaier (Würzburg), die nur acht Sekunden später die Ziellinie überfuhr.

34 Kilometer Männer: Daniel Wagenbreth aus Sauldorf siegte sicht nur beim kürzesten Velo-Tour-Rennen, er erreichte an diesem Tag auch das Ziel als erster Fahrer. Umso größer war natürlich der Jubel der zahlreichen Fans, als Wagenbreth das Ziel nach nur 50,43 Minuten erreichte. „Ich nehme an vielen Jedermann-Rennen teil. Dass es für mich heute so gut klappt, hätte ich nicht gedacht“, war der Sieger selbst etwas erstaunt, dass es in seinem ersten Saisonrennen so optimal lief. Zweiter wurde Alexander Nikolopoulos aus Frankfurt. Er kam knapp zwei Minuten nach Wagenbreth ins Ziel. Den dritten Platz belegte Markus Kluger (Siershahn) in 52,43 Minuten.

34 Kilometer Frauen: „Das war anstrengend“, sagt die Frankfurterin Julia Hild nach dem Rennen über 34 Kilometer der Damen erschöpft. Sie war den größten Teil der Strecke mit ihrem Freund Alexander Nikolopoulos gefahren, der Zweiter bei den Herren wurde. Doch Hild hielt mit und setzte sich sehr deutlich gegen die anderen Fahrerinnen durch. Über fünf Minuten später kam Nicole Berensmeier aus Ismaning im MTZ an. Den dritten Rang belegte Simone Braun aus Köln in 56,47 Minuten.
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